Projekt Versorgungsatlas Schmerz

Grünenthal und Projektpartner leisten Pionierarbeit

Das Projekt „Versorgungsatlas Schmerz“ identifiziert und gruppiert Schmerzpatienten in Deutschland anhand von Krankenkassen-Routinedaten und stellt die gegenwärtige Versorgungssituation dieser Patienten dar. Anhand von Verordnungs-, Diagnose- und Behandlungsdaten werden Struktur, Qualität und Kosten der Schmerzversorgung analysiert, wozu bisher kaum verlässliche Informationen vorhanden sind.

Die Entwicklung von innovativen Therapien ist ein wichtiger Faktor in der Versorgung. Aber das allein reicht nicht. Innovationen müssen sich auch am Markt beweisen. Hier sind die Erkenntnisse aus dem Alltag für eine objektive Kosten-Nutzen-Bewertung von großer Bedeutung. In welchen Strukturen und in welchem therapeutischen Kontext werden Schmerzpatienten heute versorgt? Wie können sie im Gesundheitssystem abgebildet werden? Wie sieht die Qualität der Versorgung aus und welche Kosten entstehen? Das alles sind Fragen, die uns beschäftigten. Ziel war es, durch diese richtungsweisende Studie diesbezüglich valide Daten zu erhalten.

Im Jahr 2008 gab es die ersten Gespräche mit der DAK zum Thema Versorgung von Schmerzpatienten. Danach wurde das Studiendesign gemeinsam aufgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir alle noch nicht, was uns erwarten und welche Ergebnisse aus den Analysen herauskommen würden. Nach kurzer Zeit ist auch die AOK Niedersachen dem Projekt als Partner beigetreten. Um eine wissenschaftliche und neutrale Durchführung der Studie zu gewährleisten, wurden das IGES-Institut in Berlin und das Zentrum für Sozialpolitik in Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Glaeske mit der Durchführung betraut. Unterstützt wird das Projekt durch einen Beirat – zusammengesetzt aus Vertretern der schmerztherapeutischen Gesellschaften.

Projekt Versorgungsatlas Schmerz

Grünenthal leistet hier zusammen mit den Projektpartnern Pionierarbeit. Durch die Vernetzung zwischen Industrie, Leistungserbringern und Kostenträgern kann zum ersten Mal die Versorgungsrealität von Schmerzpatienten in Deutschland dargestellt werden. Daten von über sieben Millionen Versicherten der beiden Krankenkassen wurden gemeinsam mit den Experten ausgewertet und analysiert. Allein diese Datenmenge macht den Versorgungsatlas zu dem europaweit größten Projekt, das bislang von einem pharmazeutischen Hersteller mit Krankenkassen im Bereich Schmerz durchgeführt wurde. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit finden sich in zahlreichen Publikationen, Vorträgen und in Buchform. Experte in der Schmerztherapie zu sein, bedeutet für Grünenthal auf allen Ebenen langfristig und nachhaltig aktiv zu sein; dazu gehört auch die Versorgungsforschung. Wir hoffen, mit der Studie ein klares Krankheitsbild von Schmerzpatienten und Aufschluss über deren Versorgungspfade zu erhalten, um zukünftig den Versorgungsalltag optimieren zu können. Für Grünenthal ist es wichtig, herauszufinden, welche Anforderungen heute und zukünftig an moderne Therapien gestellt werden und welchen Beitrag ein pharmazeutisches Unternehmen – über die Rolle des Arzneimittelherstellers hinaus – in der Versorgung spielen könnte.